Donnerstag, 16. Februar 2012

Two weeks have already passed since I arrived

Nach zwei Wochen habe ich heute den ersten Burger gegessen. Mensch, hab mich bisher gut geschlagen! Und es war kein FastFoodKettenBurger. Nein! Ein liebevoll gemachter Bürger aus der "Mensa", die diese Bezeichnung in Wirklichkeit nicht verdient. Außerdem habe ich heute das erste Mal nicht alleine Mittag gegessen. Hach, das ist schon schön.

Aufgrund des Mangels an Brot im deutschen Sinne, habe ich mit in den letzten Tagen abends mit Tortillas versorgt, eine wunderbare Alternative um sich gesund zu ernähren und äußerst vielseitig. Kann ich nur empfehlen und werde ich wieder zurück in Good Old Germany nicht vergessen.

Was das Essen sonst in Großbritannien betrifft, ist es bisher nach meinem Geschmack – was mit Sicherheit daran liegt, dass ich morgens und abends selbst entscheide, was ich einkaufe und dementsprechend esse. Auch habe ich abends schon türkisch, spanisch und wunderbares italienisches Risotto gegessen.
Ein ganz großes Plus am Studentenwohnheim bzw. meinem kleinen Schloss ist die Gemeinschaft. Man ist sogut wie nie alleine in der Küche, wir essen meist zusammen und hören immer laute Mainstream-Mucke aus unserer neu gekauften Musikmaschine. Das hat schon irgendwie was. Vor allem möchte ich es nicht missen.

Sonst sind hier diese belegten Sandwiches und vor allem Walkers Chips sehr beliebt. Plus für die Sandwiches, nicht mit denen aus denen aus Deutschland zu vergleichen. Aber für meinen hungrigen Mittagsbauch reichen sie nicht wirklich, sodass ich lieber auf das Mensadingens zurückgreife. Nur an die komische helle Bohnensuppe komme ich noch nicht ganz ran. Der Geschmack ist einfach zu eigen.

Alle trinken tub water. Ganz unschön. Schmeckt vor allem nach eins: Chlor. Und ist in meinen Augen damit ungenießbar. Denn Chlorwasser sollte nur in der Schwimmhalle beim AquaAerobics zu schmecken sein und nicht bei jedem Schluck Wasser. Das hat zur Folge, dass man mich alle zwei Tage dick bepackt mit 2L-Flaschen durch die Gegen laufen sieht...


Die Aussichten für's Wochenende sind nicht so rosig. An die 300 Seiten habe ich zu lesen, 2 Präsentationen vorzubereiten. Da freut sich das Großhirn.

Eine Ausnahme ist die Verkleidungsparty am Samstag. Und mit Sicherheit die Fahrt nach Manchester ins Verkleidungsgeschäft mit den Mädels. Mein Kopfkino läuft schon wieder auf Hochturen. Das Wochenende kann kommen.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Boxercise

I feel stiff and aching. All day long.

Montag, 13. Februar 2012

Contact me at my CASTLE

Falls jemand mir eine liebe Karte, eine riesiges Paket oder eine Sms schicken mag, bin ich ab jetzt unter folgender Adresse und Nummer in meinem Schloss zu erreichen:

Miss Katja Sinko
CIH041/37
CASTLE Irwell Student Village
University of Salford
Salford
M6 6DB

00447831848659

Ich freu mich! :)

Me

Samstag, 11. Februar 2012

Clubbing and High Heels

Wo beginnt man, nachdem man einen wunderbaren Abend verlebt hat, es schon den besten Freunden detailliert erzählt hat und nichts auslassen möchte?

Erst einmal, ich denke, dass sich mein Bild über britische Mädchen seit gestern Nacht grundlegend geändert hat. Aber alles der Reihe nach.

Ich habe Tränen gelacht wie schon lange nicht mehr.

Red Hot Buffet

Almudena als auch ich haben freitags frei, sodass wir uns überlegt hatten in die Stadt zu fahren. Gegen elf war angepeilt, um eins waren wir da. Freie Tage sind einfach dazu gedacht, dass man ausschläft...
Um zwei waren wir mit den anderen roommates zum Buffet essen verabredet. Ich steh persönlich nicht so auf Buffets und hatte nicht allzu große Erwartungen. Als wir dann in der Eingangshalle des "Red Hots" standen, und ich einen Flyer las, auf dem geschrieben stand "The Biggest and Best Buffet in Europe" dachte ich nur, nicht schon wieder.

Doch ganz im Gegenteil wurde ich von einem durchaus riesigen und vielfaltigen Buffet empfangen. Von chinesisch und thailändisch über indisch, italienisch und englisch bis hin zu mexikanisch – für jeden Geschmack was dabei. Vor allem aber ist diese Auswahl an Essen wohl kaum zu übertreffen gewesen. Ich ziehe meinen Hut. Wurde ich doch eines Besseren belehrt. Nach mehreren Tellern mit leckerem Essen und Desserts sind wir proppenvoll durch die Manchester Innenstadt gelaufen und haben nachdem wir fast im Bus eingeschlafen sind, erst einmal ein paar Stunden Schlaf für die Nacht getankt.

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Gunes and I crazy about the food

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My roommates

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Eiskalt erstmal die jelly beans für die armen Studenten eingetütet, ich habe Tränen gelacht

Freitag, 10. Februar 2012

Shaping the ideas of the future – Univerity of Salford

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Peel Building

Montag hatte ich meinen ersten Uni-Tag. Um 14 Uhr hatte ich meine erste und letzte lecture "Introduction to Political Theory" in dem schönsten Gebäude der Uni, dem Peer Building. Das Thema: Aristole-Politics. Schon zehnmal durchgekaut, habe ich mich letztendlich gegen diesen Kurs entschieden, Weber und Marx muss ich nun wirklich nicht auf Englsich lesen und Locke mit seinen Kumpanen Hobbes und Rousseau haben schon genug meiner Aufmerksamkeit in den letzten Jahren erhalten.
Ergo sum – ich habe ab kommender Woche montags FREI. Achja, freitags übrigens AUCH.

Nach diesem doch recht entspannten Tag hat Dienstag leider nicht so smooth angefangen. Ich hatte um neun die lecture "Issues of International Relations and Politics". Zehn vor neun wachte ich mit einem nichts-gutes-ahnendes-gefühl auf. Eine halbe Stunde später war ich im Peel Building. Natürlich nicht mit dem tollen roten Doppeldecker Unibus, nein, denn dieser kommt nie dann wann er soll. Ist nicht meine Erkenntnis, ich muss es nur leider bestätigen. So bin ich also im Stechschritt zur Uni und hatte Glück, die Dozentin war ebenfalls zu spät, sodass ich mich nur um fünf Minuten verspätete.

An meiner hiesigen University of Salford dauern lectures immer zwei volle Stunden. Blöd, wenn man zwei nacheinander hat. So lief ich direkt danach ins Nachbarhaus in die Maxwell Upper Hall zu meiner zweiten lecture "International History II 1945 - Present" in einem Aula-ähnlichen DDR-Gebäude. Der Professor las sage und schreibe anderthalb Stunden von seinem Text ab, Notizen machen nahezu unmöglich, hatte ich doch schon meine Schwierigkeiten seinen Akzent zu verstehen und mich nebenbei nicht noch von seinen herrlichen Mundbewegungen ablenken zu lassen. Glücklicherweise gibt es das transcript online. Ich sag's mal so, wenn man einen Text vorträgt, kann man dem Gesagten meist gut folgen. Wird es aber in einem vorleseähnlichen Sprechmodus vorgetragen, ist man spätestens alle fünf Minuten entweder auf einer Insel oder in den Tiefen es Corean War. Aber nicht bei dem Redner. Ob nun auf Deutsch oder auf Englisch, ich denke, das spielt hier keine große Rolle. Ich frage mich, wie es nächste Woche wohl mit dem transcript wird...

Jeder britische Student macht 30 ECTS, d.h. jeder besucht drei Vorlesungen und die dazugehörigen Seminare. Eine wunderbare Möglichkeit, den Stoff zu vertiefen und zu diskutieren. Könnte sich das deutsche Universitätssystem bzw. die FGSE ruhig 'ne Scheibe abschneiden.

Anfangs dachte ich, nur drei lectures und drei seminars. Das ist ja gar nichts. Hat man aber in jeder lecture 100 Seiten zu lesen, sieht man das auf einmal aus einer ganz anderen Perspektive. Aber das wollte ich ja auch. Englische akademische Texte. Immerhin bleiben mir Aristoteles und COs Texte erspart.

Abends war ich dann noch mit Almuena und Gunes schwimmen und später sind wir noch was trinken gewesen. Schöner erster Abend mit dem ganzen Haus und noch weiteren Freunden der anderen.

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Mittwoch weckte mich mein Wecker wie gewollt, sodass ich pünktlich um neun im Allerton Building zu "English for Academic Purposes" erschien. Fatima und ich sind die Einzigen, mal abgesehen von der Lehrerin, die diesen Kurs belegen. Find ich gut, intensiver hätte es wohl kaum sein können. Ein Englischkurs im klassischen Sinne eines Sprachkurses ist es nicht, dafür mit Sicherheit hilfreich für die etlichen essays und presentations, die ich zu bewältigen habe.

Nach einem weiteren Filmabend, bin ich heute früh zum seminar. Ganze drei Präsentationen darf ich halten. Großartig. Die Themen sind dafür verlockend. Und nur Übung macht den Meister.

Heute Nachmittag hatte ich dann meine dritte lecure "Poverty and Development in the International Political Economy". Klingt interessant, ist es auch. Die Dozentin ist der Oberknaller, so eine enthusiastische Frau habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Der Kurs wird uns gut fordern, aber vor allem, uns was bringen. Und natürlich wieder ne presentation. Das verfolgt mich schon fast wie nen Fluch. Am Ende des Semesters werde ich wahrscheinlich ein kleiner Profi im Präsentationen auf Englisch halten sein, schade nur, dass Harper schon im ersten Semester dran war.

Kommen wir zum Wetter, das sollte in Großbritannien ja nicht vergessen werden. Ungewöhnlich viel Sonnenschein die letzten Tage. Ich habe mich schon fast daran gewöhnt. Aber nichts da, heute Morgen regnete es und so blieb es dann auch den ganzen Tag. Komischerweise, stört mich das überhaupt nicht. Liegt vielleicht daran, dass hier kaum Wind weht. Und dann hab ich auch noch den roten Unibus gekriegt. War ich ausnahmsweise mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort und der Bus ebenfalls.

Beim Aqua Aerobics war ich auch noch, im Whirlpool und in der Sauna, sodass ich nun mehr oder minder tot im Bett liege und morgen sicher keinen Arm heben kann. Aber nichts da, morgen Mittag geht's nach Manchester City, ob es regnet oder nicht, mit oder ohne Arm, wir haben mal wieder nen Masterplan. :)

Good Night.

Donnerstag, 9. Februar 2012

First and unforgettable days

Vor genau einer Woche bin ich hier angekommen. Meine erste Woche ist rum und wieder einmal bin ich erstaunt wie schnell die Zeit doch verfliegt, wenn man woanders ist. Obwohl ich nichts dagegen einzuwenden hatte, wenn mein Tag zuhause 28 Stunden hätte...

Donnerstagabend vor einer Woche saßen wir alle bei Melvin im Zimmer und schauten "Stepbrothers". Am Tag darauf, nachdem ich Organisatorisches erledigt hatte, traf ich mich mit Almudena und Gunes im Stadtzentrum Manchesters. Aufregend war das. Ersteinmal einen Bus finden, der direkt dahin fährt und nicht in irgendeine andere Gegend Manchesters. Aber, alles kein Problem, meinen Orientierungssinn hab ich immer dabei, sodass ich sie, nachdem ich mich ein wenig in diesem riesigen Shoppingcenter namens Arndale in ein paar Läden rumtrieb mit den beiden traf. Es gab eine Mission: eine Stereoanlage. Das war aber auch ein Hin- und Her. Diese oder diese, wer ist alles dabei sie zu kaufen. Als die Jungs später dazu stießen, wurde doch eine Entscheidung getroffen und nachdem wir alle bei ALDI eingekauft hatten, sind wir fertig und vollgepackt mit nem Black Cab ins Castle Irwell Student Village zurückgefahren. Apropros ALDI: scheint hier sehr beliebt zu sein, da zum einen günstig und zum anderen viele Produkte zur Auswahl stehen. Herrlich ist vor allem, was man in einem britischen ALDI alles findet.

Es ist eigentlich schon fast klar, was am nächsten Tag passieren sollte. Die neue Stereoanlage sollte gleichmal ausprobiert werden, sodass die Entscheidung gefällt wurde eine Party at House 41 zu schmeißen. Wie werden solche Neuigkeiten in einem "Studentendorf" verbreitet? Wir entschieden uns mit einer Bountyrolle bewaffnet, von Haus zu Haus zu ziehen und immer ein Papier abreißen zu lassen mit der Aufschrift:

"FREE SEX YOU WISH – PARTY TONIGHT AT HOUSE 41"

Ich kann euch sagen, auch wenn es ein wenig vulgär klingt, hat es seinen Dienst erfüllt. Jeder liest es und merkt es sich. Als ich gegen elf ins "Küchenwohnzimmer" wollte, war es dunkel, eine Lichtdingsbums hüllte den Raum in eine Diskoatmosphäre und laute Musik und ein überfüllter Raum mit Menschen schlugen mir entgegen. Ne richtige Hausparty, wie man sie sich vorstellt. Die Küche voller Spanier, überall ERASMUS-Stundenten aus aller Welt und vor allem eins, gute Laune weit und breit.

So ging das Ganze zwei Stunden, dann kam die Security und die Party wurde aufgelöst. So ist das wohl immer hier... Die Masse entschied sich daraufhin, das Ganze nachdraußen zu verlegen und so gab es eine riesen Schnellballschlacht zwischen den Häsuern. Das war schon irgendwie abgefahren und schön zugleich.

Sonntag waren wir alle ziemlich platt, es wurde exzessiv gechillt und abends dann mal wieder nen Film zusammengeschaut. Das ist schon fast nen Ritual. Gegen zehn kommt jemand auf die Idee, man könne doch nen Film schauen. Dann braucht es ne gute Stunde und alle versammeln sich in einem der kleinen Zimmer, eine weitere Matratze wird auf den Boden gezwängt und schon geht's los. Mit Gummibären, Popcorn und Chips.
Was die Filmwahl betrifft, brauchen wir noch ein bisschen Übung. Es kann nur besser werden.

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Mittwoch, 8. Februar 2012

First day, second day at University of Salford Manchester

Oh mein Gott, wie die Zeit vergeht. Ich habe heute meinen zweiten Unitag hinter mich gebracht. Um 9 Uhr sollte es losgehen... 7:15 klingelte der Wecker und wie auch immer, bin ich 8:48 aufgewacht. Na super, in Windeseile zog ich mich an, der tolle rote Unibuss war natürlich nicht in Sicht und so lief ich den 20min Weg zur Uni. Großartig. Allzu spät war ich nicht, die Professorin hatte sich scheinbar auch verspätet. Meine erste lecture: Issues in Internatioanl Relations and Politics.

Ich merke gerade, ich bin viel zu müde, morgen mehr...TSCHUUS.
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Hej hej and hello!

Seit sechs Jahren gibt es schwedenblogen mittlerweile. Damals brach ich auf um als Austauschschülerin die schwedische Mentalität kennen und lieben zu lernen. Heute bin ich als ERASMUS-Studentin in Manchester und berichte von Erfahrungen, Erlebnissen und den kleinen und schönen Dingen des Alltags.

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